2 Tage Berlin stande auf dem Programm. Ein Termin bei einem unserer Großkunden. Und wenn ich mitsoll, dann sage ich ja nicht nein.
Und es war für mich fast schon wieder eine Premiere: Das 2te mal in meinem Leben geplant mit dem Zug fahren (die Fahrten zu diversen Weihnachtsmärkten rechne ich jetzt mal nicht mit, da steigt man ja einfach in den Zug ein und wann man ankommt ist fast relativ). Das erste mal lief in etwa so ab, das ich meinen Koffer aus der RB in den ICE geworfen habe, weil die RB eine halbe Minute vor Abfahrt des ICE ankam. Und direkt hinter mir haben sich die Türen geschlossen. Auf dem Rückweg dann Lokschaden, Personenschaden... Da war ich ewig bedient.
Aber da sich keiner von den Leuten ins Auto setzen wollte (und der ICE kaum 3 Stunden von Bielefeld nach Berlin braucht), ging es mit dem Zug los. Und ganz ehrlich: Die RB war pünktlich (okay, das wird hier auch nicht von der DB bedient) und der ICE fuhr ohne Probleme durch. Genial. Auch wenn unterwegs kein UMTS geht und die Vodafone Datenkarte in etwa so gut war, wie damals mein erstes Modem (und meine Sekretärin sagt noch was von "Ich weiß das die schlechten Empfang hat, ich versuche das zu klären..."). Irgendwie hat Deutschland das mit dem mobilen Internet noch nicht so ganz raus.
Und kaum beim Kunden war mein erster Gedanke: Im nächsten Leben will ich keine IT machen, sondern etwas kreatives. Da Laufen defintiv mehr hübsche Frauen rum. Sehr viel mehr. Und der Blick von der Dachterasse des Kunden ist sowas von Schick:
Arbeiten beim Kunden hat immer etwas entspanntes. Da kann ich zielgerichtet arbeiten, mir geht keiner auf den Senkel und ich bekomme endlich mal was geschafft. Zitat des Kollegen: "Das hier ist wie Club Med."
Und wo ich dann schonmal in Berlin war, konnte ich auch meine zwei liebsten Berlinerinnen überraschen. Oder vielmehr eine von beiden, die andere brauchte ich ja für den Überraschungsbesuch. Codename "Stuttgart." Hat super geklappt. Und hat geendet mit Essen beim Inder und sehr guten Cocktails.
Aber da fing der Abend dann auch erst an. Die Kollege kamen passend aus dem Büro und wollten losziehen. Und ich kam wieder passend am Hotel an. Also sind wir in Friedrichshain losgezogen. Durch die guten Cocktailbars. Mit den wildesten Tischnummern (das ist ein Insider - wer erkennt es?).
Am Ende sind wir dann in der
Astrobar gelandet. Saugeiler Laden, die Bedienung etwas strange, die Leute manchmal auch (so wie die langbeinige Blonde, die ihrem Kerl 2h lang die Brustwarze kraulte). Irgendwann um 2 Uhr morgens waren wir dann auch im Bett. Aber nur mit der Ausrede das wir ja um 8 wieder losmüssen. Leuchtete nicht so ganz ein, aber was solls. Wir können ja nicht mit Sonnenbrille im Büro des Kunden auftauchen.
Auch wenn sich das ganze im Nachhinein irgendwie nach einer Lustreise anhört - war es nicht. Da war schon Arbeiten angesagt. Aber wenn ich schonmal in Berlin bin, dann will ich auch ordentlich was erleben. Schließlich bin ich viel zu selten da. Nach Dienstschluss kann ja schließlich machen was man will. Ich weiß: Beim nächsten Mal will ich wieder mit der Truppe los. Und dann bis zum Sonnenaufgang im Club versacken.
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