Urlaubsplanung 2012
February 27, 2012
Noch viel Arbeit. Aber es werden die tollsten Tage Urlaub mit der besten
Frau an meiner Seite, die ich mir vorstellen kann.
Urlaub. Sonne. USA.
Noch viel Arbeit. Aber es werden die tollsten Tage Urlaub mit der besten
Frau an meiner Seite, die ich mir vorstellen kann.
Urlaub. Sonne. USA.
Ich glaube in der Apotheke meines Vertrauens habe ich den Badass Status weg.
Der urbane Mythos berichtete, das ich letzte Woche vor der Wohnungstür der besseren Hälfte zu blöd war, um vor dem ersten Kaffee alle Stufen adäquat zu treffen, will sagen, ich bin die Stufen runtergeschlittert wie unser BMX Girl eine Asphaltrampe. Bei mir ist es in gezerrten Bändern und einem Tennisballgroßen Bluterguss geendet, bei ihr schlimmer.
Nach einer Woche Bluterguss, der sich dank Sportbandage quer über den Fuß und das untere Bein verteilt hat, bin ich dann doch mal in die Apotheke meines Vertrauens um den Nachschub an Schmerztabletten und endlich auch eine passende Salbe zu besorgen.
Also rein in den Laden, Helm ab zur Begrüßung (die gute Erziehung will ja nicht vernachlässigt werden) und der erste Satz, den mir meine Lieblings Pharmazeutisch Technische Assistentin (soviel Zeit muss sein) entgegenwirft: “Sie schon wieder?!” mit einem umwerfenden Lächeln auf den Lippen. Mein (gespieltes) entrüstetes “Was soll das denn heißen” wurde dann nur mit einem “Schon wieder beim Mountainbiken verletzt?” beantwortet.
Gute Betreuung ist, wenn man beim Arzt und in der Apotheke direkt erkannt wird und die Vorgeschichte immer noch bekannt ist. Das erspart jede Menge Erklärungen.
6 eingelegte Hähnchen. 6 Dosen Bier zum Dampfgaren. 6 Kollegen.
Männerabend.
Einen Moment morgens nicht aufgepasst. Einen Moment die Augen nicht auf
der Treppe und die Gedanken bei der Frau und schon bin auf der Treppe
daneben getreten. Während sich der Fuß in einem geometrisch korrekten
90° Winke abgeknickt hat, haben die Nerven im Fußgelenk dann einfach mal
auf Vollgas geschaltet. Der Moment, in dem ich dachte: "Jetzt ist da
drin wieder was kaputt."
War es aber nicht. Interessanterweise hat das nach Haus fahren noch
geklappt (wobei das ja auch keine Kunst ist. Die Strecke A45, A1 und A2
lässt sich mit 130km/h auf dem Tempomaten, ohne auch nur einmal kuppeln
zu müssen, durchfahren). Aber das sah es auch so aus als hätte mir
jemand da einen Tennisball drangetackert. Farblich noch ganz unaufgeregt
aber nicht mehr bewegbar.
Überrascht bin ich dann wieder, was Schulmedizin und alternative Medizin
doch alles schaffen. Ein ganzer Schwung Voltaren Tabletten (die sollen
ja abschwellend wirken) und viel Arnika (das soll genau das gleiche
bewirken und auch noch Blutergüssen vorbeugen). Das Ergebnis kann sich
sehen lassen: Die Schwellung ist fast ganz weg (okay, es ist noch ein
Tischtennisball) und der Bluterguss hält sich auch in Grenzen.
Die Sportbandage hat dann auch noch dafür gesorgt das irgendwie alles in
eine Richtung gedrückt wurde.
Das ganze scheint halb so wild zu sein. Es fühlt sich trotzdem ziemlich
beschissen an einen Tag durch die Wohnung zu humpeln und sich alles
mühsam erkämpfen zu müssen.
Bisher habe ich es zweimal in die USA geschafft. Beide Trips waren in erster Linie Geschäftsreisen, allerdings hatte ich immer das Glück, das ich nicht alles mit Terminen vollgepackt war. Ich konnte ein bisschen private Zeit einplanen und mir die Gegend angucken. Aber das hört sich auch schöner an als es ist, denn wirklich viel sieht man dann immer noch nicht. 3 Tage New York sind einfach zu wenig und selbst nach einer Woche Los Angeles hat man es Abends noch nicht durch den dicken Verkehr geschafft.
Grund genug die USA auf die Reiseliste zu setzen. Eigentlich war der Urlaub dieses Jahr ganz anders geplant, aber wenn man sich selbst ein Kostenlimit setzt, dann muss man auch mal bereit sein die Pläne umzuwerfen. Also haben wir das getan. Aus einem Trip nach Asien wurde dann ein Trip an die Westküste. Eigentlich ist das Frühjahr immer noch die falsche Jahreszeit, denn es ist zwischendurch immer noch etwas frisch und die Sonne kann noch nicht so richtig Sommer, aber wenn man seinen Urlaubsplan nach den Kollegen richtigen muss, dann sind die variablen Möglichkeiten doch begrenzt.
Wir haben uns also ein wenig umgehört und geschaut was man so alles machen kann und am besten auch machen sollte. Rausgekommen ist im ersten Wurf eine Route mit 5.500 km (ohne etwaige Anschlussflüge nach z.B. Hawaii). Ordentlich viel. Nach ein bisschen Überlegen und kürzen (dem dann auch leider der Strand auf Hawaii zum Opfer fiel) kam dann eine Route mit knapp 5.000km dabei raus. Aber dafür sind dann (fast) alle wichtigen Stationen mit drin, aber auch ein paar Mammutstrecken. Im Schnitt 240km pro Tag zu fahren, teilweise auch mehr, dafür dann auch mal 2 Nächte am gleichen Ort. Wenn man nicht nur im Auto sitzen will und auch mal die Natur der National Parks erleben möchte, dann muss man eben Kompromisse machen.
Bisher sieht die Route so aus:
Hier und da gibt es noch was zu optimieren, aber ich denke mal das wir damit für einen Urlaub das optimale geschaffen haben. Jetzt heißt es nur noch überlegen in welche Hotels wir wollen, was das alles in allem so kostet (die Flüge und der Mietwagen sind schon fix gebucht) und was wir dann uns alles so ansehen wollen (pro Stop gibt es ja durchaus mehrere Möglichkeiten).
Ein ganz großes Danke geht von hier aber schonmal an Vusel. Mit seiner Reiseroute durch den Westen hat er schonmal einen ganzen Teil der Marschroute festgelegt. Und da er schon fast als Eingeborener gilt hat er natürlich auch jede Menge Tips auf Lager, mit denen er mir Nacht für Nacht weiterhilft.