Vom Nichtraucherschutz
June 27, 2012
Jetzt hat NRW auch endlich ein Nichtraucherschutzgesetz, das keine Interpretationen zulässt. Endlich, weil jede Ausnahme, die es erlaubt ein Gesetz zu umgehen, das Gesetz selbst obsolet macht. (Als polemisches Beispiel sei hier das Steuerrecht erwähnt, dessen mannigfaltiger Interpretationsspielraum ganze Heerschaaren von Steuerberatern beschäftigt.) Mir geht es hier vor allem darum, dasw nicht jeder nach einem Schlupfloch sucht, um das Gesetz irgendwie auszuhebeln. Die finale Ausführung des Gesetzes finde ich fragwürdig – ich habe sogar die Stille Hoffnung das irgend jemand einen Weg über die Gerichte findet das Gesetz auszuhebeln. Zum einen weil es eigentlich nicht sein darf, dass andere Bundesländer einen Wettbewerbsvorteil gegenüber NRW (oder auch Bayern) haben und zum anderen, weil es hier in meinen Augen auch um das Recht eines Betreibers geht wie er seinen Laden (innerhalb der gesetzlichen Rahmen) führen will. Es muss eine sichere Rechtssprechung her, die auf Bundesebene einen einheitlichen Rahmen schafft.
Das Nichtrauchergesetz für NRW finde ich persönlich gut. (Wobei die Regelung vieler Kneipen, dass die Raucher ihre Sucht in einem seperatem Raum befriedigen können, in meinen Augen auch vollkommen ausgereicht hätte.)
Das Rauchen in Kneipen komplett zu verbieten finde ich schwierig. Am Ende führt das doch dazu, dass die Leute vor der Tür stehen und dort qualmen. Das führt dazu, dass der Lärm auf der Straße in der Nacht zunehmen wird – ein deutlicher Minuspunkt für die Anwohner. (Die Ausführungen, was man dann wieder dagegen tun könnte, überlasse ich dem geneigten Leser.)
Ich verstehe den Standpunkt der Raucher sehr wohl, schließlich lässt sich der Mensch ungerne seine Rechte nehmen und regelmentieren.
Ich verstehe auch den Standpunkt der Nichtraucher, denn wenn die eigene Gesundheit in Gefahr ist, dann will man ungerne darauf verzichten seine Rechte wahrzunehmen.
Eine Diskussion zwischen beiden Parteien ist und bleibt fruchtlos. Die polemischen Diskussionen werden überwiegen, und irgendwann wirft die eine der anderen Seite vor, dass es zu nichts führen wird.
Wenn man es mal nüchtern betrachtet, dann ist die Idee, die Nichtraucher schützen zu wollen, gut. Andere Länder haben schon seit Jahren Gesetze, die das Rauchen in geschlossenen öffentlichen Räumen verbieten und es klappt hervorragend. Die Menschen haben sich damit arrangiert
(Und wenn jetzt hier einer kommt, das man dann auch das Autofahren verbieten müsste, weil die Abgase ähnlich gesundheitsschädlich sind: seien Sie beruhigt, das erledigt sich in zwei oder drei Jahrzehnten auch von selbst, das Öl ist irgendwann auch leer. Schließlich haben wir ja auch eine verdammt lange Zeitspanne benötigt, bis wir erkannt haben, das Passivrauchen verdammt schädlich ist. Und ja, es lassen sich auch noch unendlich mehr Beispiele finden, die man zur Gegenargumentation anführen kann. Nur interessiert mich keines davon, genausowenig wie die, die man für einen absoluten Nichtraucherschutz anführen kann.)
Kann ich so unterschreiben.
Ich, als einer der beide Seiten kennt, kann nur sagen das dieser Flickenteppich scheiße ist. Ich persönlich finde es beim Essen absolut störend, wenn da geraucht wird, in der Kneipe beim Bierchen ist es mir persönlich aber absolut latte.
Allerdings sollte das Gesetz keine Ausnahmen zulassen. Entweder ganz oder gar nicht. DEUTSCHLANDWEIT….
Der Vergleich mit dem Steuerrecht ist gut, da blickt man selbst als einer der beruflich mit zu tun hat nicht mehr komplett durch