• Bierdosenhähnchen

    September 11, 2014

    Ich habe ja schon lange mal wieder vorgehabt das Rezept anzuwenden. Dank der großen Fläche und hohen Haube meines Gasgrills passen da ein paar Hühner drunter.

    Wie immer mussten die Hühnchen einen Tag vorher eingelegt werden. Vor ein paar Jahren habe ich da ein gutes Rezept gezeigt bekommen. Letztendlich ist es ganz einfach: Jeweils ein Huhn in einen 6 Liter Gefrierbeutel geben. Dann die Marinade drauf und soviel Orangensaft dazugeben, bis das Huhn bedeckt ist. Das ganze dann ordentlich durchschütteln, damit sich die Marinade auch überall verteilt. Das Huhn dann min 24h damit kaltstellen.

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    Nach 24h wird das Hühnchen dann aus dem Beutel genommen und zum Abtropfen beiseite gelegt. Die Marinade durch ein Sieb gießen, damit die festen Bestandteile aufgefangen werden und diese in der Schale, in der die Hühnchen später auf den Grill kommen, verteilen.

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    Die Bierdose (0,5 Liter) etwa zur Hälfte in der Schale ausleeren. Die Dose am oberen Rand durchlöchern (ich nehme dafür immer ein altes aber spitzes Messer).  Ich mache mit einem Dosenöffner auch immer noch den Deckel der Bierdose runter, aber das muss man nicht unbedingt machen. Das Huhn dann vorsichtig auf die Bierdose aufsetzen und in die Schale stellen. Je mehr Löcher man in die Dose reinmacht, desto besser kann der Dampf seine Wirkung entfalten.

    Jetzt wird das Huhn noch mit einem Rub eingerieben. Ich nutze dazu den “Butt Glitter Rub“. Beim Grillen zieht der Rub in die Haut ein und macht sie nochmal richtig lecker.

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    Das ganze kommt dann auf den Grill und wird bei ca. 250°C gegrillt. Durch die Schale bekommt das Huhn keine direkte Hitze ab. Ich fülle die Schale immer noch mit etwas mehr Bier auf, damit möglichst viel Feuchtigkeit während des Grillens vorhanden ist. So trocknet das Hähnchen auch von aussen nicht zu sehr aus. Am Ende sind die Marinade Reste ordentlich eingekocht und ergeben einen fantastischen Dip für Brot.

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    Die Temperatur messe ich beim “dicksten” Hähnchen mit einem Fleischthermometer. Sind 79°C erreicht, ist alles fertig. Die Hühner noch 4-5 Minuten auf dem offenen Grill stehen lassen. Das sorgt dafür, dass sich der Fleischsaft wieder etwas verteilt und beim Anschneiden nicht ausläuft.

    Es hat wie immer super geschmeckt und wird nicht das letzte mal gewesen sein. Für 9 Erwachsene haben die 5 Hähnchen (plus Salat und selbstgebackenes Brot) locker gereicht.

    Wurst mit Soße

    September 6, 2014

     

    Wurst Mit SoßeAm Dortmunder Phoenixsee sammeln sich allerlei Läden, in denen man reltiv gut essen gehen kann. Darunter sind ein paar Systemgastronomien, aber auch kleine Länden, die Ihre Kundschaft gefunden haben.

    So zum Beispiel auch das “Wurst mit Soße“. Von außen eher unscheinbar und mit nur wenigen Tischen und Bänken versorgt (im Gegensatz zur Systemgastronomie auf der anderen Uferseite, die gefühlt hunderte von Tischen und Stühlen zur Verfügung hat), findet man den kleinen Laden an der Promenade.

    Allerdings ist der Laden auch immer gut gefüllt, was ja eigentlich ein Zeichen für Essen ist, das gar nicht so schlecht sein kann.

    Bestellt haben wir uns die Currywurst mit Pommes und einen Schaschlik Spieß. Es gibt eine ganze Reihe von Mayo Sorten zur Auswahl, ich hab mich dann für die Currymayo entschieden – eine ziemlich gute Wahl. Das Curryaroma passte bestens zur Currysoße der Wurst.

    Die Currywurst kommt hier nicht aus der Fettwanne (die ich als passionierter Griller ja absolut ekelhaft finde), sondern vom Grill. Ordentlicher Geschmack steckt da schon drin, die Currysoße (nicht zu scharf) macht das ganze dann rund. Und wem es noch nicht scharf genug ist, der kann ordentlich nachwürzen.

    Der Schaschlik
    Spieß ist super zart, das Fleisch schön mürbe aber nicht zu trocken. Das Brot dazu von Hand geschnitten und echt lecker.

    Currywurst Pommes Schaschlik  Currypulver

     

    Die Preise sind allerdings nicht auf Pommesbuden Niveau (wir haben für alles 9,80€ bezahlt), dafür aber qualitativ hochwertiger und das Personal macht auch noch allerlei Späße. Ein Besuch der sich auf jeden Fall gelohnt hat und wiederholt wird.

     

    Grillvorbereitungen

    September 1, 2014

    Am Wochenende wird der Grill wieder Schwerstarbeit leisten müssen. Die Vorbereitungen laufen schonmal.

    Chicken Butt Glitter Rub

    Immer wieder Sonntags

    August 31, 2014

    Auch wenn das Wetter nicht mitspielt,
    man kann den Sonntag schlechter verbringen.IMG_3062.JPG

    Stillstand

    August 28, 2014

     

    Am Mittwoch war ich mal wieder auf dem Heimweg aus dem Süden der Republik. Es lief gut, die Autobahn war frei, ich konnte gemütlich dahingleiten und Musik hören. So nach knapp 80 Kilometern war dann auf einmal Stillstand. Alle Auto legten fast eine Vollbremsung in einer Kurve hin und waren den Warnblinker an. Im ersten Moment habe ich noch gedacht: “Was für Idioten können hier wieder kein Auto fahren?”

    Leider kam es dann ganz anders. Knapp 300 bis 400 Meter vor uns stand alles. Im ersten Moment steigt man ja auch nicht aus dem Auto aus um zu gucken, was passiert ist. Da hofft man ja noch schnell weiter zu kommen. Ein paar Augenblicke später fliegen dann von hinten auch schon die ersten Krankenwagen durch den Stau. (Übrigens immer wieder faszinierend, wie doof sich die Leute anstellen um eine Rettungsgasse zu bilden. Dabei ist es so einfach.)IMG_3050

     

    Nach 4 Rettungswagen und 2 Notarztwagen schwante mir übles. Der Unfall konnte noch gar nicht so lange her sein, dafür stand ich viel zu weit vorne im Stau, aber kurz nach den Rettungswagen flog der ADAC Rettungshubschrauber ein und ab da war klar: Es dauer länger.

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    In so einem Stau sieht man ja auch alle möglichen Leute. Wie zum Beispiel das dicke Kind mit dem iPad in der Hand, das mit seinem Vater zur Unfallstelle rannte, als der Hubschrauber landete. Wahrscheinlich wollten sie nur ein paar Bilder für Urlaubsalbum machen. Oder die Leute, die von sehr viel weiter hinten nach vorne kamen, um sich bei den Rettungskräften zu erkunden, wie lange es denn wohl noch dauert.

    Nach guten 90 Minuten spazieren auf der Autobahn ist dann auch irgendwie klar: Ohne Internet ist man komplett von der Welt abgeschnitten. Da kann man die Zeit nichtmal zum Arbeiten nutzen.

    Irgendwann kam dann der Leichenwagen durch den Stau. Damit war dann auch klar, warum der Hubschrauber relativ schnell wieder abgehoben ist.

    Interessant wurde es dann, als es weiterging. Da konnte man die Leute, die von ziemlich weit hinten nach vorne gekommen waren, laufen sehen.

    Und als ich dann an dem Sprinter vorbeigerollt bin, der ungebremst auf den LKW draufgefahren war, da wurde mir ganz anders. Von dem Fahrer konnte nicht mehr viel übrig gewesen sein. Warum er das Stauende nicht gesehen hat, wird wohl niemand mehr ergründen. Ich tippe ja auf Übermüdet oder am Handy abgelenkt. Wieder ein Leben viel zu früh beendet,