• Wolkenmaschine

    February 3, 2015

    Heute habe ich den Ort gefunden, an dem die Wolken gemacht werden.

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    Gefunden irgendwo in Baden Würtemberg.

    Modernes Theater

    December 27, 2014

    Theater habe ich immer für eine hohe Kunstform gehalten. Eine Kunstform, die Unterhalten will und soll, aber auch zum Nachdenken anregen soll.

    Nach dem Umzug in die Großstadt, die ein Theater und Schauspielhaus ihr Eigen nennen kann, stand das auf der “auszuprobieren” Liste. Für unser erstes Mal im Theater hatten wir uns für ein “Modernes Rockmärchen mit Livemusik” entschieden: “Republik der Wölfe“. Der Text auf der Webseite versprach nichts genaues, aber klang irgendwie gut, zumal Livemusik dabei sein sollte.

    Regisseurin Claudia Bauer (zuletzt in Dortmund mit Welt am Draht) und der Musikalische Leiter des Schauspiel Dortmund Paul Wallfisch rufen gemeinsam mit dem Schauspielensemble die REPUBLIK DER WÖLFE aus – und katapultieren Dornröschen, Aschenputtel, Rotkäppchen (und viele mehr) in einer großen Collage in unsere urbane Gegenwart. 

    Wir hatten ehrlich gesagt keine genaue Erwartung, nur die Idee, das es hoffentlich ein gutes Stück sein sollte.

    Verlassen haben wir das Theater mit dem Gedanken “Welche Zeitverschwendung”. Man konnte zwar die alten Märchen erkennen, aber für meinen Geschmack war es viel zuviel Kunst und zu wenig Unterhaltung. Ich hab nicht erwartet, dass mir fertige Kost vorgesetzt wird, aber etwas derart überdrehtes habe ich nicht erwartet. Wenn ich mir die Handlung selbst zusammenreimen muss, dann hört der Spaß doch auf.

    Ich hab ja immer gehofft, dass es nur das eine Stück war, und das andere besser wären. Wie es der Zufall wollte, haben wir von einem Freund Karten bekommen, um uns noch ein Stück ansehen zu können: “Hamlet“. Ein Stoff, den ich nie komplett gelesen habe, aber der mich immer interessiert hat. Was kann an einem klasssichen Stoff also falsch sein.

    Nach dem Stück sind wir wieder aus dem Theater raus mit dem Gedanken “Was für eine Zeitverschwendung”.
    Das komplette Stück fand hinter eine schwarzen Wand statt und wurde auf eine Videoleinwand übertragen. Im Stück treten Ernie und Bert auf, die Szenen werden durcheinander gewürfelt. Alles ist irgendwie auf eine Metaebene gehoben worden und am Ende treten Wum und Wendelin. Zwischendrin haben etliche Besucher den Saal verlassen und man konnte den Leuten um uns herum ansehen, wie begeistert sie von dem Stück waren.
    Die Leistung der Schauspieler war einwandfrei, aber die Umsetzung des Stück war einfach nur grauselig. Zuviel Multimedia und Moderne, zu wenig Theater.

    Nachdem 2 von 2 Stücken (aus unserer Sicht) einfach nur chaotisch und grausig waren, steht für uns fest, das modernes Theater nicht mehr unser Ding wird. Vielleicht versuchen wir mal noch wirklich klassisches Theater, aber diese modernen Umsetzungen können uns nicht mehr anlocken.

    Der Tag wird kommen

    November 3, 2014

    All ihr homophoben Vollidioten, all ihr dummen Hater
    All ihr Forums-Vollschreibeer, all ihr Schreibtischtäter
    All ihr miesen Kleingeister mit Wachstumsschmerzen
    All ihr Bibel-Zitierer mit euer’m Hass im Herzen
    All ihr Funktionäre mit dem gemeinsamen Nenner
    All ihr harten Herdentiere, all ihr echten Männer
    Kommt zusammen und bildet eine Front
    Und dann seht zu was kommt

    Und der Tag wird kommen an dem wir alle unsere Gläser heben
    Durch die Decke schweben, mit ‘nem Toast den hochleben lassen
    Auf den ersten, der’s packt, den Mutigsten von allen
    Der erste, der’s schafft
    Es wird der Tag sein, an dem wir die Liebe, die Freiheit und das Leben feiern
    Jeder liebt den, den er will und der Rest bleibt still
    Ein Tag, als hätte man gewonnen
    Dieser Tag wird kommen.

    Marcus Wiebusch – Der Tag wird kommen.

    Weil man es für seine Jungs einfach nicht oft genug sagen kann.

    Bierdosenhähnchen

    September 11, 2014

    Ich habe ja schon lange mal wieder vorgehabt das Rezept anzuwenden. Dank der großen Fläche und hohen Haube meines Gasgrills passen da ein paar Hühner drunter.

    Wie immer mussten die Hühnchen einen Tag vorher eingelegt werden. Vor ein paar Jahren habe ich da ein gutes Rezept gezeigt bekommen. Letztendlich ist es ganz einfach: Jeweils ein Huhn in einen 6 Liter Gefrierbeutel geben. Dann die Marinade drauf und soviel Orangensaft dazugeben, bis das Huhn bedeckt ist. Das ganze dann ordentlich durchschütteln, damit sich die Marinade auch überall verteilt. Das Huhn dann min 24h damit kaltstellen.

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    Nach 24h wird das Hühnchen dann aus dem Beutel genommen und zum Abtropfen beiseite gelegt. Die Marinade durch ein Sieb gießen, damit die festen Bestandteile aufgefangen werden und diese in der Schale, in der die Hühnchen später auf den Grill kommen, verteilen.

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    Die Bierdose (0,5 Liter) etwa zur Hälfte in der Schale ausleeren. Die Dose am oberen Rand durchlöchern (ich nehme dafür immer ein altes aber spitzes Messer).  Ich mache mit einem Dosenöffner auch immer noch den Deckel der Bierdose runter, aber das muss man nicht unbedingt machen. Das Huhn dann vorsichtig auf die Bierdose aufsetzen und in die Schale stellen. Je mehr Löcher man in die Dose reinmacht, desto besser kann der Dampf seine Wirkung entfalten.

    Jetzt wird das Huhn noch mit einem Rub eingerieben. Ich nutze dazu den “Butt Glitter Rub“. Beim Grillen zieht der Rub in die Haut ein und macht sie nochmal richtig lecker.

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    Das ganze kommt dann auf den Grill und wird bei ca. 250°C gegrillt. Durch die Schale bekommt das Huhn keine direkte Hitze ab. Ich fülle die Schale immer noch mit etwas mehr Bier auf, damit möglichst viel Feuchtigkeit während des Grillens vorhanden ist. So trocknet das Hähnchen auch von aussen nicht zu sehr aus. Am Ende sind die Marinade Reste ordentlich eingekocht und ergeben einen fantastischen Dip für Brot.

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    Die Temperatur messe ich beim “dicksten” Hähnchen mit einem Fleischthermometer. Sind 79°C erreicht, ist alles fertig. Die Hühner noch 4-5 Minuten auf dem offenen Grill stehen lassen. Das sorgt dafür, dass sich der Fleischsaft wieder etwas verteilt und beim Anschneiden nicht ausläuft.

    Es hat wie immer super geschmeckt und wird nicht das letzte mal gewesen sein. Für 9 Erwachsene haben die 5 Hähnchen (plus Salat und selbstgebackenes Brot) locker gereicht.

    Wurst mit Soße

    September 6, 2014

     

    Wurst Mit SoßeAm Dortmunder Phoenixsee sammeln sich allerlei Läden, in denen man reltiv gut essen gehen kann. Darunter sind ein paar Systemgastronomien, aber auch kleine Länden, die Ihre Kundschaft gefunden haben.

    So zum Beispiel auch das “Wurst mit Soße“. Von außen eher unscheinbar und mit nur wenigen Tischen und Bänken versorgt (im Gegensatz zur Systemgastronomie auf der anderen Uferseite, die gefühlt hunderte von Tischen und Stühlen zur Verfügung hat), findet man den kleinen Laden an der Promenade.

    Allerdings ist der Laden auch immer gut gefüllt, was ja eigentlich ein Zeichen für Essen ist, das gar nicht so schlecht sein kann.

    Bestellt haben wir uns die Currywurst mit Pommes und einen Schaschlik Spieß. Es gibt eine ganze Reihe von Mayo Sorten zur Auswahl, ich hab mich dann für die Currymayo entschieden – eine ziemlich gute Wahl. Das Curryaroma passte bestens zur Currysoße der Wurst.

    Die Currywurst kommt hier nicht aus der Fettwanne (die ich als passionierter Griller ja absolut ekelhaft finde), sondern vom Grill. Ordentlicher Geschmack steckt da schon drin, die Currysoße (nicht zu scharf) macht das ganze dann rund. Und wem es noch nicht scharf genug ist, der kann ordentlich nachwürzen.

    Der Schaschlik
    Spieß ist super zart, das Fleisch schön mürbe aber nicht zu trocken. Das Brot dazu von Hand geschnitten und echt lecker.

    Currywurst Pommes Schaschlik  Currypulver

     

    Die Preise sind allerdings nicht auf Pommesbuden Niveau (wir haben für alles 9,80€ bezahlt), dafür aber qualitativ hochwertiger und das Personal macht auch noch allerlei Späße. Ein Besuch der sich auf jeden Fall gelohnt hat und wiederholt wird.