• Schilder und ihre Geschichte

    April 16, 2014

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    Ich frage mich ja immer ernsthaft:
    Was war zuerst? Das Schild oder der Dumme, wegen dem so ein Schild gedruckt werden musste?

    (Gefunden in einem Hotel in den USA)

    Spenden

    February 13, 2014

    Ich bin vermutlich nicht der eifrigste Spender, wenn ich mir die Statistik so ansehe. Aber ich versuche immer zu Weihnachten mein Geld nicht nur in technisches Spielzeug, sondern auch in eine Gemeinnützige Organisation zu stecken. In der Regel sind das die SOS Kinderdörfer.

    Was mich dann allerdings kolossal nervt, ist die Briefflut. Mir persönlich reicht 1x im Jahr ein Brief, der in der Weihnachtszeit kommt. Das ist dann sowas wie die Erinnerung für mich, damit ich auch daran denke den Überweisungsträger auszufüllen. Aber leider ist das dann wohl nicht genug. Denn mehrfach im Jahr kommt dann Post. Jetzt gerade das Dankesschreiben für 2013 (natürlich mit neuem Überweisungsträger).

    Wenn ich das ganze Jahr über so viel Post bekomme, dann habe ich immer das Gefühl, das meine Spende nicht dort ankommt, wo ich mir das wünsche, sondern direkt in einen Lettershop gepumpt wird. Da kann ich das Geld dann auch wieder für mein technisches Spielzeug ausgeben. Dabei gäbe es technisch doch so viele Möglichkeiten die “Werbung” nur dann zuzustellen, wenn man sie wirklich haben will…

    Suit Up

    February 12, 2014

    In Anlehnung an den Beitrag von Anna:

    Was ich an meinem Job (unter anderem mag) ist die Kleiderordnung. Es gibt nämlich keine. Ich habe Kollegen, die den ganzen Tag in Hemd und Stoffhose durch die Flure gehen. Wird aber von niemanden erwartet (das Management lassen wir hier mal außen vor). Ich bin da der Hoodie und Sneaker Typ. Das ist aber auch schon meinem Weg zur Arbeit geschuldet. Auf dem Fahrrad lässt es sich so schlecht im Anzug fahren (wenn man den nicht nach ein paar Wochen komplett durchgerockt habe will). Und bei Minusgraden sind mehrere Lagen Funktionskleidung doch irgendwie sinnvoller als Hemd und Schlips. Selbst bei Meetings mit den oberen Managern ziehe ich das durch, aber ich glaube die interessiert das nicht wirklich.

    Ganz anders verhält sich das natürlich wenn Kunden dabei sind oder ich auf dem Weg zum Kunden bin. Da gibt es die formalen Kunden, bei denen der komplette Anzug samt Krawatte her muss, um sich in das Beraterschlachtfest zu integrieren. Die Medienindustrie ist da schon etwas gelassener, da reicht dann auch ein Hemd ohne Krawatte. Bei den lockeren Kunden kann man dann auch schon mal in Jeans und Hemd (aber niemals im Jeanshemd! Das gruseligste Kleidungsstück ever) auftauchen. Die Turnschuhe dazu gehen dann auch nur bei selektierten Kunden.

    Stylefanatiker gehen jetzt wahrscheinlich die Wände hoch, aber das interessiert mich ja herzlich wenig. Ich trage meine Anzüge gerne – vor allem, weil sie mir ja auf den Leib geschneidert sind (blöd nur wenn man zu- oder ablegt). Ich bin deswegen aber noch lange kein Verfechter, dass man die Dinger überall tragen muss. Für mich sagt Kleidung ja auch herzlich wenig über den Lebensstil einer Person aus. Dazu habe ich schon zu viele Leute kennengelernt, die sich immer passend zur Situation anziehen und trotzdem ganz anders sind.

    Grünes Thai Curry

    January 5, 2014

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    Nicht das ich jemals vorhätte unter die Food Blogger zu gehen, aber ich muss mich mal selbst loben was dieses grüne Thai Curry angeht. Die Paste einfach aus Frühlingszwiebeln, grünen Chilis, Knoblauch, Koriander, Sojasoße und Ingwer zusammengestellt. Ein paar Stunden im Kühlschrank reifen lassen.
    Dann im Wok Hühnchen, Grünen Spargel, Zucchini, Zuckerschoten und Kokosmilch samt der Paste garen und mit Limettensaft abschmecken. Mit Reis servieren.

    Ein fantastischer Geschmack. Fast so wie in Thailand.

    Reisebericht Thailand/Singapur

    January 3, 2014

    Nachdem der Umzug dieses Jahr doch einiges an Kosten verursacht hatte, stand irgendwann der Entschluss fest, dass wir uns nur einen Urlaub gönnen würden. Irgendwann standen wir dann aber vor der Frage, wohin es gehen sollte. Nach einigem hin und her hatten wir uns dann relativ schnell dafür entschieden einen entspannten Urlaub zu machen. Nicht so viel angucken, eher so wie der Urlaub 2012 im November Dubai/Ras Al-Khaimah. Da Thailand ja im Allgemeinen ein relativ günstiges Urlaubsland ist, fiel die Wahl also schnell hier drauf. Und da wir noch Freunde haben, die im Moment in Singapur leben, ergab es sich, dass wir dorthin auch noch einen Abstecher machen würden.

    Das größte Problem war natürlich mal wieder einen Flug zu finden. Irgendwie buchen wir immer dann, wenn es nicht günstig ist. Klar, man kann auch mit China Eastern Air fliegen, aber bevor ich mich da reinsetze, muss schon akute Geldnot ausbrechen. Mit Singapur Airlines war ich damals schon nach New York geflogen und hatte die als ganz gut in Erinnerung. Ein Plus der Linie ist, dass sie Singapur als Drehkreuz nutzen und man so relativ einfach an Gabelflüge rankommt. Letztendlich sind wir dann von Frankfurt über Singapur nach Thailand geflogen, da der Anschlussflug Singapur-Thailand nicht viel mehr als ein Innereuropäischer Flug kostet. Und der größte Pluspunkt war, das wir mit dem A380 geflogen sind.

    IMG_20131111_103154Der A380 ist schon ein beeindruckender Vogel wenn er am Gate steht. Selbst die 747-400 von Boeing wirkte damals nicht so groß. Eigentlich erfinden die Hersteller solche Flugzeuge ja um möglichst viele Passagiere da reinzustecken. Aber bei Singapore haben sie es verstanden die Sitze so zu stellen, dass man die Beine ganz bequem unterbringen kann, mit entsprechender Freiheit für die Knie. Okay, bei 1,90 Meter Körpergröße mag das vielleicht immer noch ein Problem sein, aber bei meinen 1,78 Meter nicht. Herrlich Platz, ein Boardprogramm das reichlich Auswahl bietet und eine Alkohlauswahl, die zum Einschlafen hilft. Was ich auch bemerkenswert finde ist, dass die Crew immer gut gelaunt ist. Immer nur freundliche Gesichter, immer aufmerksam. Da können sich andere Airlines immer noch eine oder zwei Scheiben von abschneiden.

    Im Upper Deck gibt es in der Economy links und rechts nur 2 Sitze und ein riesen Staufach neben dem äußeren Sitz. Super. So kann man als Paar entspannt sitzen und muss während der 12 Stunden Flug nicht immer an die Klappe über dem Kopf, wenn man etwas braucht.
    Da der Flug gegen Mittag ging, standen wir vor der Wahl morgens ziemlich früh loszufahren oder Sonntags anzureisen. Da wir Sonntags noch bei Freunden in Köln waren, bot es sich an, das Park-and-Fly Paket eines Hotel zu buchen. Man schläft entspannt eine Nacht im Hotel, frühstückt und lässt das Auto am Hotel stehen. Der Shuttle bringt einen zum Flughafen und man kann entspannt losfliegen. So ausgeruht bin ich selten losgeflogen. Letztendlich kostete das Paket inkl. Frühstück nur ein paar Euro mehr als die Parkplätze, deren Service mit gut bewertet war. Wenn ich Urlaub habe, dann will ich mich nicht mit dem schlechten Shuttle Service des Parkplatz Betreibers rumschlagen.

    12 Stunden Flug von Frankfurt nach Singapur sind nicht unanstrengend. Da freut man sich umso mehr, wenn man am Flughafen aussteigt. Uns stand aber noch ein Weiterflug nach Phuket bevor und wir hatten 6 Stunden Aufenthalt am Changi Airport (der Flughafen Singapurs). Der Flughafen an sich in riesig und angeblich auch einer der besten Airports, an dem man Zeit totschlagen kann. Aber das macht man vermutlich besser, wenn man nicht einen 12 Stunden aus einem Flieger steigt. Da wollten wir einfach nur noch schlafen. Nach eigenen empirischen Versuchen muss ich aber sagen: Der Flughafenteppich sieht zu dreckig aus und die Wartestühle sind zum Liegen einfach zu unbequem. Aber wer müde ist kann auch irgendwie schlafen. Dafür ist das WLAN aber umsonst und man kann sich die Zeit vertreiben.

    Mit der kleinen Airline “Silk Air” ging es dann weiter nach Phuket. Letztendlich ein Katzensprung von etwas unter 2 Stunden – fast so als wenn man innerhalb von Europa fliegt. Jetzt kann ich auch verstehen warum die Expats aus Singapur so gerne Urlaub in Thailand machen.

    Der Flughafen von Phuket war gefühlt winzig (was sich beim Abflug bestätigen sollte) aber nicht ansatzweise so voll wie ich gedacht habe. Dann nochmal etwa 1:20h fahrt und wir waren endlich am Hotel angekommen. Die Bilder im Internet hatten nicht gelogen, es war wirklich klein, übersichtlich und hübsch. So schön am Pool, das wir uns dort eine Woche kaum wegbewegt haben – mit der Ausnahme um mal vom Pool zum Stand zu wechseln. Das Khao Lak Oriental Resort ist keines der 4 oder 5 Sterne Beach Resorts. Man muss sagenhafte 60 Sekunden bis zum Strand gehen und muss sich ein Hotel Handtuch dorthin mitnehmen. (Mal abgesehen davon: Die Beach Resorts dürfen ihre Liegen auch nicht am Strand aufstellen, sondern nur innerhalb der eigenen Grenzen). Der Strand war sogar so leer, dass kein einziger Strandverkäufer unterwegs war.
    Khao Lak Beach
    Ansonsten ist das Leben dort fantastisch unaufregend. Abends ins das kleine Dorf geschlendert, fantastisches Essen genossen und einfach den Abend entspannt ausklingen lassen. Thailand wird zur Erholung wohl eines meiner liebsten Reiseziele bleiben. Wo sonst kann man behaupten, dass man zu zwei für 10 Euro wirklich gut essen war, dazu Getränke hatte und das Trinkgeld auch schon mit drin sind?
    Nach einer Woche ging es dann auch schon wieder zurück nach Singapur. Dort lag ja der eigentliche Besuchsgrund in Asien: Freunde. Wenn man Freunde hat, die dorthin ausgewandert sind, dann muss man sie auch mal besuchen.

    Singapur ist eine Stadt, die man erlebt haben sollte. Wenn man Großstädte mag, dann ist man hier mehr als richtig. Singapur ist aber nicht nur eines der großen Asiatischen Zentren, sondern auch ein Schmelztigel der Kulturen. Jede ethnische Gruppe hat hier ihr kleines Stadtviertel, das irgendwie auch die Heimat repräsentiert – zumindest den Expats nach. (Ich war noch nie in Indien, aber wenn das wirklich so ähnlich da aussieht, dann spare ich mir das wohl auch…) Chinatown hat mir persönlich am besten gefallen. Klein, bunt quirlig.

    Die wirklichen Highlights in Singapur muss man nicht suchen, die lassen sich an jeder Ecke finden. Was sich allerdings nicht wirklich lohnt ist Shopping. Die üblichen Malls sind einfach nur riesige Tempel, die den üblichen Modegeschmack bedienen. Ich glaube ich habe mindestens 5 Louis Vuitton Stores gezählt, auf einer Fläche von 20 Quadratkilometern. Und auch wenn der Euro Kurs zum Singapur Dollar mit 0,6 ziemlich gut ist, lohnt es sich aus meiner Sicht nicht.
    (Wer aber doch shoppen will: In vielen Läden gibt es das “Tax Refund” System. Damit bekommt man – abzüglich einer Gebühr – fast die komplette Umsatzsteuer wieder zurück. Bei einem Einkauf > 1000 S$ sind das gut und gerne 5%. Mehr unter der Webseite des Singapur Zolls)

    Unbedingt auf den Besuchsplan in Singapur gehört das Riesenrad “Flyer”. Der Ausblick über Singapur ist (wenn das Wetter mitspielt) nicht der höchste, aber definitiv der beste.
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    JA-20131120_IMG_7603.jpgWenn man vom Flyer ein bisschen weiter läuft dann kommt man zum Merlion. Der Wasserspeiende Löwe ist das Wahrzeichen von Singapur. Die 2 dämlichsten Photoposen vor dem Löwen sind übrigens: So tun als wäre man selbst der Wasserspeier und so tun als würde man das Wasser mit dem Mund auffangen. Kann man üblicherweise bei einem Großteil der Asiaten beobachten.
    Vom Merlion aus kann man auch das Marina Bay Sands sehen. Das ist dieses Hotel, das aussieht, als würde oben drauf ein gigantisches Surfbrett liegen. Die Zimmer sind übrigens so teuer wie das Hotel aussieht. Die Architektur des Hotels ist aus meiner Sicht ziemlich einmalig und steht den Luxusbauten in anderen Städten nichts nach. Als kleiner Bonus ist “unter” dem Hotel noch eine riesige Shopping Mall untergebracht. Aber auch da gelten die gleichen Kriterien wie schon oben beschrieben.
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    Auf dem Dach des Hotels, im 57ten Stock, ist eine Bar untergebracht: Ku Dé Ta. Oder vielmehr die Skybar des Ku Dé Ta, denn das ist eigentlich ein Restaurant. Man kann kommt, entgegen der allgemeinen Meinung, ohne Eintrittsgebühr in die Skybar hoch. Allerdings ist ein Dresscode (no shorts, slippers, singlets and tank tops) notwendig, was der eine oder andere Tourist direkt vor der Fahrstuhlfahrt lernen muss. Ich werde wohl nie verstehen, warum so viele immer glauben, dass sie mit Shorts und Slippers überall reinkommen.
    Von der Bar hat man Abends einen fantastischen Ausblick über die Stadt. Wenn man es erstmal geschafft hat einen Tisch am Rand zu ergattern, dann kann das Lichtermeer genießen. Wirklich genial sieht es auch aus, wenn an Horizont ein Gewitter aufzieht und man die Blitze über den Himmel zucken sieht – und man das Glück hat, dass das Gewitter nicht bis zum Hotel zieht. Dann kann man das ganze wunderbar trocken überstehen.
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    Wenn man von dem stylischen Club genug hat (oder sowas gar nicht mag), dann kann geht man am besten in die Longbar im Raffles. Das Raffles Hotel ist angeblich eines der ältesten von Singapur (die erste Baustufe wurde 1887 errichtet) und der berühmte Singapore Sling Cocktail wurde hier auch erfunden. Die Longbar hat noch diesen alten Kolonial Stil, der einen ganz besonderen Charm ausmacht. Unter der Decke sind lange Reihen von Fächern angebracht, die durch eine simple Mechanik bewegt werden. Keine Klimaanlage, kein sich drehender Ventilator. Die Musik wird noch von einer echten Band gemacht und die Erdnusschalen darf man einfach auf den Boden werfen. Und der Original Singapore Sling Cocktail schmeckt vermutlich nur hier so gut.
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    Wenn man das Nachtleben in Singapur dann hinter sich gelassen hat (was mit einer Handvoll COcktails übrigens ein echt teurer Spaß ist), kann man sich auch am Tag noch ein paar Dinge ansehen. Sehenswert sind da vor allem der Botanische Garten und der Zoo.
    Der Botanische Garten hat eine enorme Anzahl von Blumen zu bieten. Vor allem die Orchideen blühen hier in wahrer Pracht. Werzu Hause in Deutschland schonmal versucht hat mühsam eine Orchidee zu züchten, der weiß wie lange es dauert bis sie blüht. In Singapur wachsen die Dinger schneller als man gucken kann und haben gefühlt das x-fache an Blüten.
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    Der Zoo ist grundlegend gar nicht so verschieden von unseren Zoos, nur das hier die meißten Tiere vermutlich in ihrer natürlichen Temperatur gehalten werden. Und das Exotischste Tier dürfte wohl der Eisbär sein – seine Höhle wird aber auch auf gefühlt 5°C runtergekühlt.
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    Nach 5 Tagen Singapur mit Freunden ist für mich klar: Hier möchte ich wieder hinkommen. Die Stadt ist einfach großartig und es gibt vermutlich noch so viel mehr zu sehen, wenn man sich nur die Zeit nimmt.

    Das komplette Set der Bilder kann man sich übrigens hier ansehen: